Leben ohne Zuhause Wenn das Geld zum Wohnen nicht reicht/Living without a home When there is not enough money to afford housing

Press/Media: Research

Description

Sie leben in Autos, Garagen oder Kellern: Bis zu eine Million Menschen in Deutschland gelten als wohnungslos. Trotz Arbeit oder Rente reicht vielen das Geld nicht für ein festes Zuhause.- Film von Max Neidlinger mit Expertinnenkommentaren von Dr. Luisa T. Schneider

 

They live in cars, garages or basements: up to a million people in Germany are considered houseless. Despite work or retirement, many of them do not have enough money for a permanent home.- Film by Max Neidlinger with expert comments by Dr. Luisa T. Schneider

 

Period2 Dec 2021

Media contributions

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Media contributions

  • TitleLeben ohne Zuhause
    Degree of recognitionInternational
    Media name/outletzdf zoom
    Media typeTelevision
    Duration/Length/Size30 minutes
    Country/TerritoryGermany
    Date2/12/21
    DescriptionNach Schätzungen steigt die Wohnungslosigkeit seit 2008 stetig an. Zu lange hat die Politik das Problem verdrängt – bundesweite offizielle Zahlen gibt es bisher nicht. Dabei ist längst die Mitte der Gesellschaft betroffen.

    Ein überlastetes kommunales Hilfssystem, fehlende Koordination und der angespannte Wohnungsmarkt verschärfen diese Not. Für Expertinnen wie Sozialanthropologin Luisa Schneider liegt das vor allem an einer fehlenden nationalen Strategie: "Im Moment befinden wir uns in einer Situation, in der wir Wohnungslosigkeit managen und nicht lösen. Wenn wir unsere Sozialstruktur nicht ändern, werden diese Zahlen explodieren, und sie sind auch mit unserem aktuellen Hilfssystem nicht zu lösen."

    "ZDFzoom" hat wohnungslose Menschen zu ihren versteckten Rückzugsorten begleiten können. Ihre Geschichten stehen exemplarisch für ein immer gewaltiger werdendes Problem: Immer mehr Menschen sind ohne Obdach oder – weniger sichtbar – in notdürftigen Behausungen untergebracht. Bezahlbarer Wohnraum und eine Strategie, um die Betroffenen nachhaltig zu unterstützen, fehlt. Dabei hat sich auch Deutschland in einer gemeinsamen Erklärung der EU-Staaten verpflichtet: Bis 2030 soll niemand mehr auf der Straße leben müssen. SPD-Vizeparteichef Kevin Kühnert sieht darin den nötigen Handlungsauftrag für die kommenden Regierungsjahre: "Das ist wie mit Klimaabkommen, die man schließt. Wo man dann auch nicht kurz danach darüber diskutieren kann, ob man es jetzt wirklich ernst gemeint hat. Das Ziel darf nicht mehr zur Diskussion stehen."

    Bisher liegt die Last auf den Wohnungslosen selbst. Viele sind nicht mehr in der Lage, sich Hilfe zu suchen, oder kennen die Hilfsmöglichkeiten nicht. Dazu kommt Scham. Betroffene leben oft versteckt und schlagen sich irgendwie durch. Wie kann es sein, dass sich immer mehr Menschen trotz Job oder Rente kein eigenes Zuhause mehr leisten können, und warum wurde so lange nicht gehandelt?
    Producer/AuthorMax Neidlinger
    URLhttps://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-leben-ohne-zuhause-102.html
    PersonsLuisa Schneider