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Abstract
In Deutschland sind aktuell knapp 40.000 Menschen #obdachlos. Das geht aus dem ersten Wohnungslosenbericht der Bundesregierung von 2022 hervor. Die Dunkelziffer ist vermutlich weitaus höher. Aber warum werden Menschen obdachlos?
Die Gründe sind vielfältig. Geldnot, Mietrückstände oder psychische Erkrankungen treiben Menschen in die Obdachlosigkeit. Auch Trennungen und Kündigung wegen Eigenbedarf führen zum Verlust der Wohnung. Anne Brandt aus Leipzig verlor durch ihre Suchterkrankung alles und lebte für 11 Jahre auf der Straße. „Geh doch einfach arbeiten“, musste sie sich oft anhören. Das ist nur gar nicht so einfach ohne festen Wohnsitz.
Wie kann #Hilfe aussehen? #HousingFirst ist ein möglicher Lösungsansatz. Das bedeutet, obdachlose Menschen bekommen eine Wohnung ohne irgendwelche Bedingungen. Damit sie dann den Kopf frei haben, um Probleme wie Sucht oder Schulden anzugehen. Besonders erfolgreich ist das Konzept in Finnland.
Extreme Temperaturen, Gewalt und körperliche und psychische Erkrankungen machen den Alltag auf der Straße extrem hart. Hinzu kommt der fehlende Zugang zu fließend Wasser. Deswegen hat Dominik Bloh den Duschbus erfunden und ermöglicht damit Obdachlosen in Hamburg kostenlos zu duschen. Er selbst lebte viele Jahre auf der Straße.
Betroffene können verschiedene Hilfsangebote der Kommunen oder von Sozialträgern wahrnehmen - beispielsweise Notunterkünfte, Tagestreffs, Suppenküchen oder Kältebusse. Wie kann ich selber Obdachlosen helfen? Laut dem Sozialarbeiter Burak Caniperk geht das ganz einfach, indem wir Bedürfnisse direkt erfragen und zum Beispiel eine Fahrkarte oder einen warmen Tee kaufen.
Damit Menschen ihre Wohnung nicht verlieren, müsse der Staat vorher aktiv werden, sagt Luisa Schneider. Sie forscht zum Thema Obdachlosigkeit. Die Bundesregierung möchte Lösungen erarbeiten. Bis 2030 soll es keine Obdachlosigkeit mehr in Deutschland geben. So steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Mit Blick auf die nur vereinzelte Umsetzung von "Housing First" und dem großen Problem von zu wenigen Sozialwohnungen bleibt das Ziel sehr ambitioniert.
Die Gründe sind vielfältig. Geldnot, Mietrückstände oder psychische Erkrankungen treiben Menschen in die Obdachlosigkeit. Auch Trennungen und Kündigung wegen Eigenbedarf führen zum Verlust der Wohnung. Anne Brandt aus Leipzig verlor durch ihre Suchterkrankung alles und lebte für 11 Jahre auf der Straße. „Geh doch einfach arbeiten“, musste sie sich oft anhören. Das ist nur gar nicht so einfach ohne festen Wohnsitz.
Wie kann #Hilfe aussehen? #HousingFirst ist ein möglicher Lösungsansatz. Das bedeutet, obdachlose Menschen bekommen eine Wohnung ohne irgendwelche Bedingungen. Damit sie dann den Kopf frei haben, um Probleme wie Sucht oder Schulden anzugehen. Besonders erfolgreich ist das Konzept in Finnland.
Extreme Temperaturen, Gewalt und körperliche und psychische Erkrankungen machen den Alltag auf der Straße extrem hart. Hinzu kommt der fehlende Zugang zu fließend Wasser. Deswegen hat Dominik Bloh den Duschbus erfunden und ermöglicht damit Obdachlosen in Hamburg kostenlos zu duschen. Er selbst lebte viele Jahre auf der Straße.
Betroffene können verschiedene Hilfsangebote der Kommunen oder von Sozialträgern wahrnehmen - beispielsweise Notunterkünfte, Tagestreffs, Suppenküchen oder Kältebusse. Wie kann ich selber Obdachlosen helfen? Laut dem Sozialarbeiter Burak Caniperk geht das ganz einfach, indem wir Bedürfnisse direkt erfragen und zum Beispiel eine Fahrkarte oder einen warmen Tee kaufen.
Damit Menschen ihre Wohnung nicht verlieren, müsse der Staat vorher aktiv werden, sagt Luisa Schneider. Sie forscht zum Thema Obdachlosigkeit. Die Bundesregierung möchte Lösungen erarbeiten. Bis 2030 soll es keine Obdachlosigkeit mehr in Deutschland geben. So steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Mit Blick auf die nur vereinzelte Umsetzung von "Housing First" und dem großen Problem von zu wenigen Sozialwohnungen bleibt das Ziel sehr ambitioniert.
| Translated title of the contribution | (Surviving) Life on the Street: Homelessness in Germany |
|---|---|
| Original language | German |
| Publisher | MDR Recap |
| Media of output | Online |
| Publication status | Published - 14 Jan 2023 |
Fingerprint
Dive into the research topics of '(Surviving) Life on the Street: Homelessness in Germany'. Together they form a unique fingerprint.Projects
- 1 Finished
-
Living intimacy without privacy: human rights, houselessness and the state
Schneider, L. (Project Researcher)
1/10/18 → 30/06/22
Project: Research