Asyl und Gender – zu Fragen des Flüchtlingsschutzes bei geschlechtsspezifischer Verfolgung

Translated title of the contribution: Asylum and Gender – on refugee protection in cases of gender-based persecution

Research output: Contribution to JournalArticleAcademic

Abstract

Die Flüchtlingsdefinition der Genfer Konvention wurde vor dem Hintergrund des männlichen politischen Dissidenten entworfen. Seit Ende der 1980er Jahre wurde zunehmend deutlich, dass bestimmte geschlechtsspezifische Sachverhalte, die häufig Frauen betreffen, in der Auslegung dieser Definition nicht ausreichend abgebildet werden. Dank eines erfolgreichen feministischen Engagements wurde die Konzeption einiger grundlegender Begriffe – etwa Verfolgung oder Fluchtgründe – neu gefasst, sodass auch Zwangsheirat, häusliche Gewalt oder Genitalverstümmelung erfasst werden. Obwohl geschlechtsspezifische Fluchtgründe mithin inzwischen allgemein anerkannt sind, ergeben sich weiterhin teils schwierige Auslegungs- und Verfahrensfragen. Aus der aktuellen Beschleunigung bzw. Verkürzung der Asylverfahren ergibt sich daher für geschlechtsspezifische Fälle ein erhöhtes Risiko von Fehlentscheidungen. Der Vortrag zeichnet die Entwicklung des Flüchtlingsbegriffs nach und beleuchtet die besonderen Heraus-forderungen von Gender und Flüchtlingsschutz.
Translated title of the contributionAsylum and Gender – on refugee protection in cases of gender-based persecution
Original languageGerman
Pages (from-to)181-185
Number of pages5
JournaldjbZ - Zeitschrift des deutschen Juristinnenbundes
Volume19
Issue number4
DOIs
Publication statusPublished - 2016

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