Paternalismus

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Abstract

Paternalismusdoktrinen sind Rechtfertigungsmodelle, die Vorgaben machen für den angemessenen Umgang mit Wert- und Normkonflikten, die in allen pädagogischen Tätigkeitsfeldern auftreten und fest in der Aufgabenstruktur pädagogischer Professionen verankert sind. Paternalistische Formen der Begründung und paternalistisch begründbare Praktiken, Arrangements und Regelwerke sind weder miteinander identisch noch lassen sie sich einander ohne weiteres eins-zu-eins zuordnen. Paternalismus als Begründungsmodell ist daher nicht gleichzusetzen mit bestimmten Handlungstypen (z.B. Zwang), wenn auch unterschiedliche Typen von Handlungen (z.B. Zeigen, Auffordern, Arrangieren, Unterlassungen, Formen der rationalen Persuasion und der Aufklärung) natürlich grundsätzlich paternalistisch gerechtfertigt werden können.
Original languageGerman
Title of host publicationHandbuch Erziehungs- und Bildungsphilosophie
EditorsGabriele Weiß, Jörg Zirfas
Place of PublicationWiesbaden
PublisherSpringer VS
Pages245-256
Number of pages12
ISBN (Electronic)9783658190040
ISBN (Print)9783658190033
DOIs
Publication statusPublished - 2019

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